Die Finanzwelt versteht unter dem Begriff Tagesgeld zweierlei verschiedene Aktivitäten, das sind zum einen Geldgeschäfte die auf dem Kapitalmarkt innerhalb von 24 Stunden abgewickelt werden und zum anderen die Sparanlage für Privatpersonen. Diese Sparanlage garantiert den Anlegern eine Anlageform mit geringen Risiken, bei hoher Verzinsung. Wie bei einem Sparbuch kann hierbei der Kunde täglich über sein Geld verfügen, bekommt jedoch eine bessere Verzinsung wie auf einem Sparbuch, bei dem der maximal Zins bei 2 % liegt. Zu dem muss hier der Kunde auch keine Kündigungsfristen einhalten.
Ein rein theoretischer Nachteil für den Kunden in der Anlageform von Tagesgeld könnten schwankende Zinssätze sein, da diese von den Banken ausgegeben werden, jedoch besteht hierin nach bisherigen Erfahrungen keine offensichtlicher Nachteil, da der Zinssatz eines Tagesgeldkontos bisher nie unter den des Sparbuchs gesunken ist.
Beide Sparanlagen haben als Gemeinsamkeit, das sie über kein Umlageverfahren verfügen so das von ihnen aus keine Überweisungen auf andere Konten vorgenommen werden können.
Bei den ersten Tagesgeldkonten war es so das hier der Kunde über einen kurzen Zeitraum ein höheren Zins erwirtschaften konnten, jedoch dadurch das die Verschiebung des Geldes vom Konto aufs Tagesgeldkonto und wieder zurück auch eine gewisse zeit in Anspruch nahm, war dieses Geld nicht real täglich verfügbar. Heute jedoch sind diese Konten ähnlich wie Girokonten, so das die Kunden tatsächlich jeden Tag über ihre Ersparnisse verfügen können.
Die Verzinsung beim Tagesgeldkonto erfolgt wie üblich immer auf das Jahr gerechnet, wenn also eine Bank ein Tagesgeldkonto mit 5,5% anbietet, dann heißt das das sich dieser Zinssatz auf das gesamte Kalenderjahr bezieht. Ein weiterer Vorteil ist, das die meisten Banken diese Konten weder in ihrem Minimum als auch in ihrem Maximum beschränken, so das auch kleine Sparer in den Genuss der höheren Zinsen kommen können.