Dass Kinder insbesondere zu Weihnachten und zum Geburtstag eine Vielzahl Geschenke bekommen, ist in vielen Ländern üblich, und zwar schon seit vielen, vielen Jahrzehnten. Einst zogen Spielzeughändler von Ort zu Ort und verkauften Kinderspielzug, welche dann als Geschenke für die Kinder zu Weihnachten und Geburtstag dienten. Heute hingegen wird Kinderspielzeug in großen Kaufhäusern gekauft, oder aber im Internet.
Die Geschenke an sich, bzw. das Kinderspielzeug hat sich insbesondere in den letzten Jahren aber stark gewandelt. Während heute sehr viele Softwarespiele und Spielkonsolen (oder überhaupt alles, was mit Technik zu tun hat) verschenkt wird, waren es früher doch eher die einfachen Dinge, die Kinderherzen erfreute.
Dabei gibt es beim Kinderspielzeug heute regelrecht Klassiker, die sich als Geschenke schon vor Jahrhunderten etablieren konnten. Ein Beispiel dafür ist das Schaukelpferd. Nachweislich gab es Holz- und Tontiere mit einer entsprechenden Schaukelfunktion nämlich bereits im 12. Jahrhundert. Nach wie vor wird von Kindern auch mit Rittern in Miniaturform gespielt. Das Kinderspielzeug damals hatte jedoch nicht nur den Zweck ein Kind für eine gewisse Zeit zu beschäftigen, bzw. hatte eine beruhigende Wiegefunktion, sondern bereitete es auch regelrecht auf sein späteres Leben vor. Mit dem Schaukelpferd beispielsweise wurde auf das Reiten vorbereitet. Die Puppe wiederum bereitete das Mädchen spielerisch auf seine Rolle als Mutter vor, bzw. als „Bewahrerin der häuslichen Ordnung“. Hierzu gehörte auch das Erlernen des Strickens und Stickens. Murmeln, Bälle und Holzkreisel hingegen dienten ausschließlich der Beschäftigung. Heute spricht man von geschlechtsspezifischen Spielzeug, wobei viele Eltern Kinder heute nicht mehr zu sehr in Klischees drängen. Ein Junge, der mit Puppen spielt, ist dabei heute nichts ungewöhnliches mehr.