Was ist Erdwärme?
Juni 18, 2008Die so genannte Erdwärme ist unter dem Oberbegriff der erneuerbaren Energien angesiedelt. Man spricht in diesem Zusammenhang oft auch von der Geothermie. Der Begriff bedeutet, dass die natürliche Wärme der Gesteinschichten im Boden zur Energiegewinnung bzw. zur Beheizung von Wohnungen oder auch ganzen Häusern verwendet wird. Diese Form der Energiegewinnung stellt neben dem Heizen mit Holzpellets eine weitere Alternative bei der Verwendung von erneuerbaren Energien zur Schonung der endlichen Ressourcen wie z.B. Erdöl oder Erdgas dar. Die Erdwärme wird dabei aus den Gesteinsschichten im Boden gewonnen. Um herauszufinden, ob sich ein Wohn- oder Gewerbegebiet zur Erdwärmenutzung eignet, sind Probebohrungen erforderlich, die Aufschluss über die im Boden enthaltenen Gesteinsarten geben. Ob diese Form der erneuerbaren Energien im jeweiligen Bohrgebiet zum Einsatz kommen kann oder nicht, hängt letztlich von der Rentabilität ab. Wenn die Erdsonden, die zur Beförderung der Erdwärme aus dem Boden an die Oberfläche notwendig sind, zu tief eingegraben werden müssen, ist das mit einem zu hohen finanziellen Aufwand für alle Beteiligten verbunden. Wer dennoch nicht auf erneuerbare Energien verzichten möchte, dem steht dann immer noch die Möglichkeit offen, auf die bereits erwähnten Holzpellets zurückzugreifen. Die Nutzung bzw. Gewinnung von Erdwärme schont zwar einerseits die Umwelt, da sie zu den erneuerbaren Energien zählt, andererseits stellt sie auch eine gewisse Gefahr für das Grundwasser dar. Bei den Probebohrungen muss mit dem chemischen Stoff Frigen gearbeitet werden, der unter anderem auch in Kühlmitteln enthalten ist. Da diese Bohrungen nicht selten einige hundert Meter tief ins Erdreich vorstoßen, kommt unter Umständen auch das Grundwasser mit dem Frigen in Berührung. Daher ist die Nutzung von Holzpellets wohl eher anzuraten, da diese obendrein auch mit erheblich weniger technischem und finanziellem Aufwand verbunden ist.
Nicola Lavacca
http://xa4496.xa4.serverdomain.org/